Frauenpower

Nach der Wahl ist vor der Wahl – oder einfacher ausgedrückt, die  Berliner Kandidatinnen und Kandidaten für die Bundestagswahl sind gewählt, nun gilt es  einen piratigen Wahlkampf zu führen, der ihnen echte Chancen für einen  Einzug ins höchste deutsche Parlament eröffnet.
 4 Frauen an der  Spitze der Liste, es gab in den Monaten viele Berliner Piraten die  diesem Wunsch mit einer „freiwilligen Selbstverpflichtung“ Ausdruck  verliehen haben, auch wenn eine Quotenregelung in der Partei nach wie  vor mehrheitlich kritisch gesehen wird.
Das im LV Berlin übliche  Schulze-Wahlverfahren macht taktisches Wählen, im Sinne von  Meinungsführerschaften, sehr schwierig und so wurde auch diesmal wieder  lange über die genaue Ausgestaltung gestritten, doch die Versammlung  ließ sich nicht beeinflussen und wollte über die ganze Liste in einem  Rutsch entscheiden.
Und sie hat entschieden, mit Cornelia OttoMiriam SeyffarthLena Rohrbach und unserer Pankowerin Ulrike Pohl haben  vier Frauen am meisten Überzeugungskraft gezeigt und die anderen  Mitbewerber auf die eher aussichtslosen Plätze verwiesen.

Wer die gesamte Liste – also das Wahlergebnis – noch sehen möchte, der schaue hier nach. Wer sich darüber hinaus auch für die Stimmgewichtung bei den einzelnen Kandidaten interessiert, findet diese hier. Generell hat jeder zu den nun gewählten Kandidaten seine Meinung, bei den 14 Piraten auf der Liste sind immerhin 6 der von mir gewählten, wenn ich auch eine andere Reihenfolge lieber gesehen hätte. Aber damit muss jeder nun leben, über 300 Stimmberechtigte haben am Sonntag darüber entschieden.

Jetzt bleibt uns noch allen gewählten Kandidatinnen und Kandidaten zu wünschen, dass sie dem politischen Alltag und dem Medienrummel gewachsen sind. Hoffen wir weiter, dass alle von ihnen nervenstark genug sind, nicht durch unbedachte Äußerungen gegenüber Medienvertretern ihre Chancen bei den Wählern zu verspielen.
Denn genau darauf warten nun die etablierten Parteien und Politiker – nicht politische Ziele oder Aussagen sind vor der Wahl entscheidend, sondern die Leichen in den Kellern der anderen Kandidaten und wie viele davon man ans Licht zerren kann.
Politik ist ein schmutziges Geschäft.
Das kann man bedauern, aber diese Realitäten werden wir bis zum September nicht verändern können.

Dieser Text steht hier nun in einer veränderten Fassung, da einige Schwerpunkte des Autors in der Ursprungsfassung keine mehrheitsfähige Position unter den Pankower Piraten darstellten, nach einem sehr konstruktiven Gespräch unter den Beteiligten bitten wir um Entschuldigung. Ebenso bittet die Piratenfraktion in der BVV  Pankow um Entschuldigung sollte durch die versehentlichte Veröffentlichung in unserer Nachrichten Kategorie für Missverständnisse gesorgt haben. Wir werden die Kommentare, die sich auf die alte Fassung beziehen stehen lassen, solange niemand die Löschung verlangt. Wen die Originalversion interessiert findet bei unserem Fraktionskollegen Stephan Bliedung eine kommentierte Version

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6 Antworten auf „Frauenpower“

  1. Warum wird hier so ein Sch*** im Namen aller Pankower, also auch in meinem, veröffentlicht? Wenn du dir nicht selbst nen Blog aufsetzen kannst meld dich ruhig 😉

  2. Kann es sein, dass mehrere Pankower BVV-Männer antraten, aber nicht gewählt wurden? Kann es weiterhin sein, dass hier gekränkte Eitelkeiten eine Rolle spielen? Wer bei der Aufstellungsversammlung durchgängig anwesend war, hat mitgeschnitten, dass sich die Kandidatinnen so überzeugend vorgestellt haben, dass jeder, der nicht stark verengt auf die Frage Männlein/Weiblein an die Sache ranging mitbekam, dass die Versammlung hier nach Qualitäten gewählt hat und nicht nach Genus. Es gab auch überzeugende Männer, keine Frage, es stehen ja bekanntlich auch welche auf der Liste. Aber, sorry, die Kandidatinnen haben halt einfach insgesamt besser gerockt, und das (und nur das) hat der Wähler, in geheimer Wahl, gewürdigt.

    Und da kam im Ergebnis eine so coole Liste dabei heraus, das hätte kein anders Wahlverfahren besser hinbekommen. Und keine andere Aufstellungsversammlung 😉

  3. Dieser Artikel ist doch etwas zu früh für den 1. April.

    Die Überschrift geht gar nicht und ihr bringt etliche Dinge durcheinander:

    *Wahlverfahren
    *GO -Battle für alternative Wahlverfahren
    *Reihenfolge der Kandidaten auf dem Stimmzettel
    *Es gibt afaik noch 10 Plätze für Direktkandidaten
    *Die meisten Kandidaten haben sich in den Crews vorgestellt, viele waren überraschend schwach bei ihren Vorstellungen,auch wenn es nicht ihre erste Vorstellung war.

    Es wurde von der LMV so entschieden wie wer wo hinkommt, ich bitte Debatten wie vor 2 Jahren zu unterlassen. Die 5% zu shcaffen ist primäre Aufgabe, wer wo auf der Liste steht ist egal, wie Eberhard Zastrau mal gesagt hat: “ So viele Mandate wie möglich!“

    1. Was stört dich wirklich Gerwald?
      Dass zwei deiner Mitstreiter mehrmals versucht haben das Wahlverfahren zu beeinflussen bzw. zu ändern, ist doch wohl ein Fakt. Und allen anderen Punkten deines Kommentars habe ich an keiner Stelle widersprochen.
      Wenn 4 Frauen auf den ersten Listenplätzen stehen, dann ist das für mich Frauenpower – weder positiv noch negativ bewertet.

      1. Möchte klar verdeutlichen das ich mit den Personen die ein anderes Wahlverfahren als Schulze haben wollten keine Gemeinsamkeiten pflege im Sinne von Mitstreiter.

        Grade die Überschrift und die Einleitung des Artikels kann und wird mißverstanden werden.

        1. Mit „Mitstreiter“ meinte ich Fraktionskollegen oder wie immer du sie bezeichnen magst.
          Zur Überschrift habe ich eine andere Meinung – aber das ist dürfte ja erlaubt sein.

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