„Ich habe Sie gewählt. Was wird nun aus der Piratenpartei?“ Ein Nachmittag mit Senioren und Piraten

PankowKommt da überhaupt jemand? Interessieren sich ältere Menschen im Bezirk für uns? – Haben wir genug Stühle? Schließlich haben wir die Einladung über die Medien verbreitet… Zwischen diesen Extremen schwankten unsere Erwartungen, hatten wir so etwas doch noch nie gemacht. Die Idee kam auf, nachdem unsere letzte Gebietsversammlung in der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg und mit deren Verwaltung so schön unkompliziert organisiert wurde. Also luden wir an einem Januarnachmittag die Bewohnerinnen und Bewohner der Gürtelstraße, die Seniorinnen und Senioren im Bezirk und alle sonstigen Interessierten ein. Und die Stühle reichten, es fanden sich ca. 10-12 Gäste unserer Zielgruppe ein und noch einmal ebenso viele Piraten.Alexander Spies und Jan Schrecker

Inhaltlich hatten wir viel vor: Zunächst sollten die wichtigsten Grundsätze der Piraten vorgstellt werden, auch um einige Missverständnisse (z.B. im Bereich Urheberrecht) auszuräumen. Dann berichtete Jan Schrecker (Piratenfraktion Pankow, Ausschuss Arbeit, Gesundheit, Soziales und Senioren) über die Möglichkeiten der Seniorenpolitk im Bezirk. Am Beispiel Barrierefreiheit konnte er ausführen, dass Verbesserungen manchmal bereits über Kleine Anfragen möglich sind. Als es zum Thema Wohnen kam, wurde die Bezirksebene verlassen und Alexander Spies (MdA, Ausschuss  Gesundheit und Soziales) konnte aus der Landespolitik berichten. Steigende Mieten und Sanierungen sind ganz offensichtlich ein großes Thema auch bei älteren Menschen, es kamen viele Fragen aus dem Publikum.

Überhaupt war es ein angeregter Austausch. Ein Herr berichtete von seinen Erfahrungen in der BVV: Dass es nämlich – bei allem Interesse an der Bezirkspolitik – nicht immer einfach ist, dem Sitzungsverlauf zu folgen. Eine Teilnehmerin stellte sich als PIratenwählerin vor und wollte von uns wissen, wie wir die Zukunft der Piraten sehen. Vor allem die Frage nach Informationen „ohne Internet“ wurde mehrfach gestellt. Auf die Frage eingangs, wer von der Veranstaltung durch elektronische Medien erfahren hat, meldete sich niemand. Die meisten Hände gingen bei gedruckten Zeitungen hoch. Also haben auch wir viel gelernt: Gedruckte Informationen, regelmäßige Sprechstunden und zugängliche Briefkästen sind für viele Menschen – fast – die einzige Möglichkeit, mit uns in Kontakt zu kommen. Und die Vertretung einer Zielgruppe muss man zu einer solchen Veranstaltung natürlich auch einladen: Die Pankower Seniorenvertretung war mit mehreren Mitgliedern dabei.Petra Wille und das Grundsatzprogramm

Über Ideen, was für Veranstaltungen wir als nächstes organisieren können und welche Zielgruppen wir dabei ansprechen sollen, freuen wir uns.

0.00 avg. rating (0% score) - 0 votes

4 Antworten auf „„Ich habe Sie gewählt. Was wird nun aus der Piratenpartei?“ Ein Nachmittag mit Senioren und Piraten“

  1. Seit den Letzten Wahlen begleite ich Euer Wirken über Facebook. Die Berichte und Vorsätze finde ich der heutigen Zeit angemessen. Das tägliche Leben hat in jedem Alter eine andere Wertigkeit. Studenten, Familien Senioren, Arbeitssuchende und die ganze bunte Gesellschaft.
    Der Sieg der Senioren in der Stillen Straße, hat mich echt erfreut. Persönlich gehöre ich zu den 42igern. Eigentlich kann ich in diesem Alter nur noch mit guten Ratschlägen dienen. Für Eure Ziele, die hoffentlich nicht nur zum Papiertiger mutiren, kann ich mich begeistern. Jung und alt sollen sich nicht bekämpfen sondern zusammenstehen. Großeltern und Ihre Enkelkinder sind etwas ganz besonderes. Sie geben den jungen Leuten immer Vorschuß an Vertrauen, finanzieller Unterstützung (Studium/Lehre) und die Kinderbetreuung. Jedenfalls in den meisten Familien. Ich hoffe Ihr grenzt keinen aus, dann wird es auch mit Eurer Politik gelingen.
    mit freundlichen Grüßen
    Karin. Persike

    1. Liebe Karin Persike,
      wir versuchen unser Bestes! Ich finde, dass gute Ratschläge gar nicht hoch genug zu schätzen sind – wir brauchen Menschen, die uns mit ihren Erfahrungen unterstützen. Wenn Sie Lust auf weiteren Austausch haben, schicken Sie mir gern eine Email: petra.pirat@gmx.de. Herzliche Grüße!

      1. liebe Frau Petra, herzlichen Dank für Antwort.
        Gerne bringe ich mit ein, wenn es gewünscht wird. Ich lebe im Ot Karow und betreibe dort eine ganz kleine private Pension. Bin gerne mit Leuten zusammen die nach vorne schaun. Habe eine tolle Familie und gebe gerne Hilfe zur Selbsthilfe. Hier in Karow haben wir auch unsere Probleme gleichermaßen von Jung und Alt.
        Vor einigen Jahren habe ich versucht über die tragenden Parteien und der Presse, zu verhindern das die Postbankfiliale aus Karow verschwindet, und das verschwinden vom Bürgeramt. Außer Absagen konnte ich leider nichts erreichen. Einige Gebiete werden vom steigenden Grundwasser heimgesucht. Über den VGDN und die Anteilnahme eines Abgeordneten einer Partei konnten ich dort keine Fortschritte erzielen. So wird es Dir oder Euch auch öfter ergehen, wenn man Wände einreißen möchte. Wenn aber Viele das gleiche wollen, wie- der stete Tropfen höhlt den Stein-, dann kann man was erreichen.
        In diesem Sinne , Euch viel Erfolg.
        mit freundlichen Grüßen
        Karin Persike

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.