Kunst- und Kulturpolitik

Wie ein demokratisches Gemeinwesen verfasst ist, wird treffend durch die Worte Friedrich Schillers beschrieben: „Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit.“ Durch die Kulturförderung werden nicht nur die Kreativen geschützt, sondern auch unsere Haltung und Freiheitsrechte. Eine verantwortliche, transparente, anregende und nachhaltig gestaltende Kulturpolitik kräftigt eine zukunftsorientierte, vielfältige und humane Gesellschaft. Diese Politik muss die notwendigen Rahmenbedingungen für eine freie Entfaltung von Kunst und Kultur schaffen – sie darf diese nicht bewerten oder vereinnahmen.

Die kulturelle Freizügigkeit, der subversive Charakter und die Vielfalt Berlins sollen durch geförderten Freiraum und einer Verhältnismäßigkeit bei der Wahrung der Rechte der Anwohner verteidigt werden. Behörden sollen ihre Ermessensspielräume nutzen, um zugunsten von Kunst- und Kulturinitiativen entscheiden. Das Kulturleben Berlins soll sich auch als Wirtschaftsfaktor und Vernetzungsplattform lebendig weiterentwickeln.

Kulturentwicklungsplanung ist vielschichtig und muss die kulturelle Bildung, Betätigung und Mitwirkung des Bürgers sowie die Künste und die Kulturwirtschaft aufeinander abstimmen und die dafür notwendigen Ressourcen und Verfahren definieren. Die Piratenpartei ist bestrebt, die Förderstruktur von Kunst und Kultur möglichst stabil zu halten. Bei einzelnen Sparten sollte auch in Wirtschaftskrisen nicht so stark gekürzt werden, dass ihre jeweilige Existenz gefährdet ist, denn im Gegensatz zu materiellen Werten kann eine verlorene kulturelle Infrastruktur nur langsam wieder aufgebaut werden.

Der Zugang zu Kultureinrichtungen muss für alle Gesellschaftsschichten offen gehalten werden, damit diese Institutionen gesellschaftlich verankert sind. Desweiteren müssen größtenteils öffentlich finanzierte Einrichtungen auch für die Bevölkerung zugänglich sein.

[audio:http://piratenpartei-pankow.de/wp-content/uploads/2010/10/Kunst_Kultur.mp3|titles=Kunst_Kultur]
0.00 avg. rating (0% score) - 0 votes

Eine Antwort auf „Kunst- und Kulturpolitik“

  1. noch eine traurige Kulturnachricht…,
    am 20. April musste der legendäre KingKongClub, Brunnenstr./ Ecke Invalidenstr. nach 15 Jahren schliessen.
    Der Mietvertrag wurde nicht verlängert und jetzt kommt dort ein weiterer Biomarkt rein.
    Ich bin auch für Bioladen, aber an dieser stelle erreiche ich innerhalb von 10 Minuten mindestens 10-15 andere Biomärkte…,
    für den Xten Biomarkt den letzten Club dort in Mitte zuschliessen finde ich nicht gut…,
    meine Initiativen zum Tacheles im LQFB sind auch alle im Sand verlaufen, hat Fragen die keiner beantworten wollte, in unserem LQFB / Kultur wird über theoretische Möglichkeiten diskutiert und wie wichtig Kultur ist, aber um Clubs und Beispiel Tacheles redet ihr nur…,
    in der Zeit wo ihr diskutiert und dann fertig seid, sind alle Subkultur und Undergrundclubs schon lange geschlossen…,

    P.S. dies ist keine persönliche Beleidigung gegenüber einem anderen, wenn sich doch jemand persönlich angegriffen fühlt, möchte ich mich hiermit schon mal vorab entschuldigen….,

    gruss tomas

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.